Poesie

źeromskistrasse Nr. 58

Auf dem rechten meiner Mutter
Ein gelber Stern
auf dem Rücken ein schwerer Sack
Und dahinter Zeromskistrasse Schweigt
Blickt hinter den geschlossenen Lödenritzen
Auf die Vertreibung seiner Juden
Zu dem abgesperrten Ghetto.[…]

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Der Deutsche Zyklus

Z Später, mitten auf dem Weg Der sich heranzog, wurde ich in dunklen Bäume hineingerissen, Ich wende mein Gesicht Sehe grauen Himmel einen silbernen Bahn, ich eile mich vorbei zu gehen durch das Land so schreklich grün von dem Blute meiner Eltern. Z Z Ich schaue hin, lausche Sehr unruhig, gefasst, doch immer noch höflich. […]

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Kein zurück

Kein zurück gab es für mich, doch eilte ich. Genug sagte ich mir, es geht nicht mehr. Ich wollt nicht denken an das Urteil, das Vergelten. Besessen, mit verbissenen Lippen, verschwiegen wie der Frost der an das Tor gefroren ist, als Du die Tür öffnetest war's mir bewusst, Du wirst verstehen. (aus dem Hebräisch: Dr. […]

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Duft der Junge

Duft der Junge störmt von seiner Haut. Die Glieder Jugendschön gebaut, bedeckt mit Blumenkränzen, wie ein verwöhntes Kätzchen schmiegend an ihre Lippen In dem Bettenflaum weilt er in Ihr, im Traum von ihnen.

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Mein Anderssein

Mein Anderssein spricht
manchmal Deutsch.

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Ende Dezember

Mit zerhackter Seele hinke ich
in Dasein meiner physichen Existenz
auf vorgezeichneten Bahnen,
vom Laden zur Polyklinik
Die gleichen Fragen
werden Immer gestellt,
wie Gedächtnisrunen auf Tafeln:
Wie geht es? Nichts zu beklagen?

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Die Ferne 1980

Die Ferne von Dir
Ist das naheste Wehmut
Ich berühre meinen Körper
An den Stellen die Deine
Hände waren

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Polnischer Wald

Ich höre Wald

aus der Holzumrandung,

ich höre Wald

und sehe eine Hütte,

vielleicht ein Wolf am Pfad.

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